In jeder Kultur gibt es ein verbindliches Flirtschema. Wer sich nicht an die
vorgegebene Schrittfolge hält und also Schritte überspringt bzw. stehen bleibt,
der teilt seinem Partner etwas mit:
Schritte überspringen:
„Ich respektiere dich
nicht als Person, mich interessiert lediglich dein Aussehen“ Und wenn man viele Stufen
überspringt: „Ich schätze dich so ein, dass du leicht zu haben bist“,
was die Betreffende beinahe in die Nähe eines „leichten Mädchens“ bringt.
Oder (wenn Signale, die man sendet, diese Deutung näher
legen):
„Es ist Liebe auf den Ersten Blick, du entfachst einen Sturm
der Leidenschaft
in mir, den ich nicht mehr beherrschen kann, deshalb kann
ich die gesellschaftliche Etikette nicht
beachten“
Stehen bleiben/ Rückwärts
gehen:
„Der Flirt ist
beendet. Wir können gerne noch reden, aber mehr will ich nicht
von dir.“
Die südländische Mentalität (Italiener, Spanier) erlaubt es
eher Schritte zu überspringen, beziehungsweise ist die Schrittfolge von
vornherein flotter verglichen mit eher konservativen, östlichen Ländern oder
asiatischen Gebieten.
Körperlicher Kontakt
Man findet körperliche Kontakte in konservativeren
Gesellschaften regelmäßig an einer späteren Stelle als bei moderneren
Gesellschaften. Damit aber verschiebt sich die Bedeutung eines Schrittes: Je
früher er erfolgt, desto unverbindlicher ist er auch – je später er erfolgt,
desto ernsthafter ist dessen Bedeutung.
Kuss: Kommt zum Beispiel bei Amerikanern
an einer viel früheren Stelle als bei Engländern
Typisch Deutsch
- Lieben Struktren und Regeln
- Zuverlässig und Unsicherheit
vermeiden
- Klarer, eindeutiger, sehr
direkter Kommunikationsstil: ungeschminkt: evtl. ist die Wirkung dann kränkend bzw. bedrohend; oft ist uns dagegen die Botschaft aus Tonlage, nebenbei
Eingeworfenem, Anspielungen oder Non- Verbalem Verhalten nicht so bewusst
- Pünktlich, Zeitplan- orientiert
und strikt einhaltend
- Kühl, Arrogant, selbstsicher,
gehorsam, diszipliniert, professionell, korrekt, humorlos, perfektionistisch,
organisiert
- Sehr direkt: Deutsche wollen den
Sachverhalt möglichst klar da legen, auch wenn sie dadurch andere kritisieren,
auf Konfrontation gehen, penibel wirken-> das kann als ungehobelt, taktlos
und unfreundlich aufgefasst werden
Flirten: Da Deutsche so einen direkten Kommunikationsstil haben, neigen Sie dazu
ohne große Umschweife auf den Punkt zu kommen. Sie sind meistens keine Meister
der indirekten Anspielungen und blicken nicht hinter die Zweideutigkeit von
Aussagen. Sie sind es gewohnt eher gesagt zu bekommen, was Sache ist.
Sie wollen: Sicherheit,
Zuverlässigkeit und Klarheit
Typisch
Japaner
- Japaner
sind immer sehr hilfsbereit und extrem freundlich
- aber
auch genauso schnell beleidigt.
- Japaner
mögen keine Überraschungen – auch keine positiven.
- Sehr
große Gefahr: ein Japaner darf nie sein Gesicht verlieren!!!
- Kommunikationsstil:
"Dort herrscht nur Indirektheit." Ein Beispiel: Wer den Vorschlag
eines Asiaten ablehnen will, sollte niemals einfach „Nein“ sagen, sondern es
diplomatischer formulieren: "Ich denke darüber nach." Sonst verliert
der andere sein Gesicht.
- Obwohl
ausgemacht war sich zu treffen, kommt der andere nicht, oder lächelt auf ein Angebot nur ohne zu
Antworten. Woran liegt das?
Japaner sind so erzogen, dass
sie es als unverschämt empfinden, Anfragen oder Bitten mit einer direkten Ablehnung zu beantworten. Man erwartet vom Fragenden,
dass er auf das hört was nicht
gesagt wird. Wie kann man eigentlich verstehen, das ein Japaner eigentlich "nein"
meint? Es gibt zwei Wege, dieses "nein" zu verstehen. Üblich ist eine Pause vor dem
"ja" ("hai"). Je länger der Antwortende wartet, bevor er "hai" sagt, desto größer ist
die Wahrscheinlichkeit, dass er eigentlich "nein" ("iie") meint. Die zweite Möglichkeit besteht
darin, überhaupt keine Antwort auf die Frage zu geben. In beiden Fällen ist es die
Stille, die die Bedeutung übermittelt, während die gesprochenen Worte missverständlich sind.
- Über
lächelnde Asiaten freilich kann man sich auch nicht immer freuen: es kann also einfach auch ein Zeichen von Verlegenheit
sein
- Sie ernten plötzlich böse Blicke?
Liegt vielleicht daran, dass Sie in der Öffentlichkeit genießt haben. Bei Japanern gilt das als
mangelnde Körperbeherrschung.
- Körperkontakt
wird in Japan als etwas sehr Intimes angesehen, also mit Händeschütteln,
Schulterklopfen oder Umarmungen lieber zurückhaltend sein und abwarten wie sich
der Gegenüber verhält
Flirten
- sich
den unterschiedlichen Kommunikationsstilen bewusst sein. Nicht zu direkt sein
und bedenken, dass der andere auch Ablehnungen und Körbe sehr indirekt
formulieren wird. Ein „Nicht- Antworten“ das als Sprachproblem interpretiert
werden könnte, kann also einfach ein „Nein“ bedeuten; Lächeln nicht fehl-
interpretieren
- Sich
höflich, vorsichtig und rücksichtsvoll verhalten
- Faux
pas: Körperkontakte: intime Gesten, jegliche Berührungen sollten unterlassen
werden oder nur mit Bedacht einsetzen, und genau beobachten, wie sich der
Gesprächspartner verhält… auch hier den indirekten, höflichen
Kommunikationsstil der Japaner bedenken
Typisch USA
- Werte:
Unabhängigkeit, Selbstständigkeit: könnte sich negativ für den Wunsch nach
engem Kontakt und ein Quell von Irritation sein, ob wirklich Interesse besteht
-
Alkohol: Vorsicht!
Amerikaner sind amerikanisches Bier und Einschränkungen was Alkoholika angeht
gewohnt… unterschätzen manchmal die Wirkung
- Vorsicht
bei dem fordernden, direkten Kommunikationsstil der Deutschen, wirkt
vielleicht befremdlich und unfreundlich auf einen Amerikaner: ein Amerikaner
würde nicht sagen: „it has to be his way“
eher „it would be better if we could make
it this way“ oder typisch deutsch im Restaurant: Befehlsform: „Bringen Sie
uns zwei Bier.“ Ein Amerikaner formuliert es eher als frage: „Could we have two beers, please“
- Vorsicht:
Amerikanische Offenheit versus deutsche Sachlichkeit
- Bezüglich
anderer Bereiche sind Amerikaner die direkteren: was persönliche Dinge angeht
nicht so verschlossen und zurückhaltend wie die Deutschen. Sie erzählen
schneller persönliche Dinge, sind direkter, wenn es um die Äußerung von Freude
oder Komplimente geht, auch wenn sie die andere Person nicht wirklich gut
kennen -> kann aufdringlich, befremdlich wirken…
- Amerikaner
wirken oft etwas oberflächlich: sunny-
boy optimism; Amerikaner lieben es Humor in ihr Reden einzubauen und sind
Meister der lockeren Unterhaltung… Das bedeutet aber nicht, dass sie es nicht ernst
mit einem meinen. Genießen sie den lockeren small-
talk. Es muss nicht immer um den Ernst des Lebens gehen.
- Vorsicht,
wenn Sie ihre Schul-Englisch Kenntnisse auspacken. Manche Begriffe
heißen im Britischen Englisch etwas anderes als im Amerikanischen: „to knock up“ (BE: aufwecken; AE:
schwängern), pissed (BE: betrunken;
AE: verärgert) pants (BE: Unterhosen;
AE: Hosen)
- „Ausführung
des Händedrucks: Deutsche machen beim handshake
eine ganz kleine Verbeugung, ein kurzes Nicken, auch wenn es ihnen selbst oft
nicht bewusst ist Amerikaner bleiben dagegen kerzengrade stehen und halten den
Kopf hoch. Amerikanern fällt das deutsche Nicken auf, etwa so wie ein Deutscher
merkt, wenn ein Japaner beim Händeschütteln instinktiv seine halbe Verbeugung
macht. Sie finden es eher reizend und spekulieren schon mal, ob es ein
Überbleibsel der ständigen Verbeugungen vor dem Lehnsherren ist - das Kaisertum
wurde ja irgendwie erst Vorgestern oder so abgeschafft. Für sie gehört das zum
Charme der Alten Welt. Die Probleme gibt es in der anderen Richtung. Der
Deutsche merkt, dass irgendwas fehlt,
dass der Amerikaner etwas ausgelassen hat,
und empfindet ihn, ohne dass er genau sagen könnte, warum, instinktiv als
arrogant, abweisend, im Extremfall hochnäsig - im wahrsten Sinne des Wortes.
Und das, obwohl vielleicht noch kein Wort gewechselt wurde.“
Flirten
- im
Gespräch punktet man mit einer lockeren, unbefangenen Art am meisten.
- Sich
nicht wundern, wenn der Gesprächspartner sofort alle möglichen privaten Details
offenbart… auch wenn es auf uns Deutsche eher ungewöhnlich wirkt
Typisch Italiener
Vorsicht Missverständnis:
- Rot - ist in Venedig die Farbe der Trauer (nicht wie bei
uns, schwarz!)
- Gesten: Zeigefinger drehend in die Wange halten -
bedeutet "gut", "super", "toll"
- Anstellen haben die Italiener nicht erfunden - wer am
lautesten schreit, an der Bar, kommt früher dran-> also nicht wundern,
wenn Ihr Begleiter hier plötzlich los brüllt, deswegen ist er noch lang
kein ungehobelter Bursche
- Schauspielen könnte von Italiener stammen. Das können sie:
"einwickeln", den „Charmeur“ mit viel Tam Tam Nudeln servieren
oder Wein einschenken, dazu irgendwelche italienischen Lieder trällern und
Sie schmelzen dahin.
- Vorsicht
wenn sie mit einem Italiener Auto fahren: Dinge wie den
berühmt-berüchtigten italienischen Fahrstil und die damit verbundenen
unergründlichen Regeln des Straßenverkehrs;
- "Ciao" sagt man nur zu jungen Leuten
oder sehr guten Bekannten
- Italiener
lieben wirklich Pasta: Manchmal werden Vorurteile und Stereotypen über
Italien auch bestätigt: So zeigt die Statistik, daß - wie man landläufig
annimmt - Italiener tatsächlich am liebsten Spaghetti essen (38,6 %). Auf dem
zweiten und dritten Platz liegen die penne und die rigatoni
-
Bestätigt wird auch die Bedeutung der Pasta in der Speisekarte der
Italiener: 60% genießen Pastagerichte als primo jeden Tag. Unter den primi
stehen freilich an erster Stelle die Spaghetti mit Tomatensoße und
Basilikum(28,3%).
(La Repubblica vom 19.10.2000)
- Bier immer beliebter - vor allem bei
italienischen Frauen: Die
internationale Getränkmesse in Rimini brachte es an den Tag: Das Bier wird in
Italien immer beliebter: Nach einer Marktstudie der “Assobirra”, dem italienischen Verband der
Bierbrauer, steigt der Bierkonsum stetig. Waren es 1999 noch 27,1 Liter pro
Kopf, so stieg der Verbrauch im Jahre 2000 um einen Liter auf rund 28.1 Liter
(zum Vergleich: in Deutschland im Jahr 1999 waren es 127,5 Liter!). Auffallend
ist dabei, dass das Malzgetränk bei den italienischen Frauen immer beliebter
wird. Zwar trinken mehr Männer Bier (statistisch jeder zweite) im Vergleich zu
Frauen (hier nur jede vierte), aber der Verbrauch steigt gerade bei den Frauen
ab 35, die beruflich eine steile Karriere machen. Diese stellen demnach auch
die neueste Zielgruppe der Bier-Werbewirtschaft dar. Dementsprechend erhöht
sich - dem deutschen Biergenießer wird es nicht “schmecken” - die Nachfrage
nach eher süßem Bier mit geringerem Hopfenanteil. Noch ein paar Fakten zum
Bierkonsum in Italien: Das beliebteste Bier ist das Lagerbier (90% vom
Verbrauch). Das meiste Import-Bier kommt aus Deutschland. Man trinkt auf dem
Land weniger Bier als in der Stadt. Dabei steht Sardinien an der Spitze des
Konsums mit 70 Litern pro Kopf. Im Chianti-Land Toskana trinkt man freilich am
wenigsten Bier (10 L/Kopf)...
(Corriere della Sera, 11.02,2001)
Flirten
- Italienische Frauen auf eine Mass- Bier einladen,
wenn schon die Beliebtheit so steigt.
- Sich vom heißblütigen italienischen Charakter
umgarnen lassen und nicht- typisch deutsch- darüber nachdenken, was jetzt von
dem ganzen Getue wirklich ernst gemeint ist
Typisch Franzose
- Vorsicht:
Die herzliche "Küsschen-Begrüßung" ist bei den Franzosen guten
Bekannten vorbehalten.
-
Wirken
oft arrogant, exzentrisch
- Sehen
sich gern als Welt-Nation: Paris ist tausendmal schöner als New York,
schmeichelt mit Sicherheit auch in Kunst, Kultur, Architektur, Musik, Essen
sehen sie sich als keiner Nation nachstehend… da gibt es also genug um sich mit
Komplimenten „beliebt zu machen“
- Franzosen
lieben philosophische, lebendige Diskussionen, unterbrechen einander dabei
häufig ohne das unhöflich zu meinen. Dabei geht es nicht darum wer dabei recht
hat!!!
- Über
Geld wird selten geredet: das große Geld zu machen wird immer noch oft als
unmoralisch angesehen.
Flirten
- Zeigen
Sie Respekt und Aufmerksamkeit: Packen Sie ihr Hochschulfranzösisch aus, damit
können Sie punkten… aber natürlich kommt es auch auf die hier noch erinnerten
Sätze an: nicht die Schimpfwörter oder „voulez-
vous couché avec moi“… das stößt dann doch eher auf Empörung
- Schmeicheln
Sie mit Komplimenten über die Französiche Kultur, Land und Leute.
- Franzosen
sehen Essen als eine Form der Kunst: Fragen Sie nach Zubereitungs- Dekotipps
-> ihr Flirtpartner wird glänzen vor nationalem Stolz: andere Themen:
französisches Kino, französischer Jazz, französische Politik, französische
Geschichte und natürlich der französische Wein
Typisch Russe
- gelten
als stark vom Verstand gelenkt, starke Individualisten, sehr geduldig und
verzeihen viel, manchmal etwas zu bescheiden um etwas zu fordern.
- die
Bescheidenheit, die Gastfreundlichkeit, die Duldsamkeit, die energische
Emotionalität, die lyrische Melancholie des russischen Charakters
- Die
trinkenden Russen hassen Spirituosen und ihren Geschmack mehr als die nicht
trinkenden. Alle übrigen Völker trinken, um sich zu erwärmen oder in Stimmung
zu kommen Die Russen trinken, um (wenn auch nur für eine Weile) die sie
peinigende ununterbrochene Arbeit ihres Verstandes anzuhalten. ???
- Stereotypen:
Neben den Attributen gastfreundlich, warmherzig und belesen gilt "der
Russe" in Deutschland vor allem als chaotisch, mafiös und korrupt. Russen
trinken gern und reichlich und neigen zum Leichtsinn
- Und
die Deutschen, aus Sicht der Russen? Ordentlich sind sie, zuverlässig, fleißig,
sauber, ausgelassene Biertrinker - aber auch: egoistisch, kalt, materialistisch
eingestellt, geizig, gewalttätig ]
Typisch Engländer
- Können
sehr stur sein, vor allem wenn man Witze über ihnen wichtige Dinge macht: Stolz
auf ihr Königtum-> keine billigen Queen- Witze
Stolz auf ihren Tee- Brauch -> nicht betonen, dass Tee aus Indien
kommt
- Charakteristika:
Humor (manchmal etwas seltsamer „Englischer Humor“: voller Ironie, geistreich),
Höflichkeit, das Ideal des Gentleman, Fair
Play, Freiheitsliebe, Individualismus, Common
sense, Kompromissbereitschaft, Naturnähe
Flirten
- Engländer
legen hohen Wert auf Manieren: kein vorschnelles auf den Rücken klopfen oder
gar Duzen bevor es angeboten wurde usw.
- Also
sehr wichtig: Respekt zollen! Höflichkeit an den Tag legen.
Typisch Österreicher
- Bedenken
Sie das manchmal sehr spezielle Verhältnis zwischen Österreichern und Deutschen
-> Erwähnen Sie am besten Deutschland ebenso wenig wie das Thema Fußball
oder gar die Fußball-Europameisterschaft
-
In
Österreich hat fast jeder einen Titel. Ob Kommerzialrat oder Professor - reden
Sie am besten jeden mit einem Titel an. Und wenn Sie dann noch auf typisch
deutsche "Unsitten" wie Eile und Drängeln verzichten, sollte einem
netten Flirt nichts mehr im Wege stehen.
- Keine
dummen Österreicherwitze, es gibt sie alle schließlich auch in der Bayern-
Version
Flirten
- Laut
Artikel: Österreicher die Besten - Deutsche auf drittem Platz
In Sachen Flirten sind laut einer Umfrage die Österreicher vorne. Den
zweiten Platz konnten die Spanier erringen - die Deutschen kommen auf den
dritten Platz. Das Schlusslicht, noch hinter Großbritannien und den
Niederländern, sind die Franzosen.
Des Weiteren ergab die Umfrage der Online-Partneragentur parship, bei
der von Marktforschungsinstituten 5.400 Singles zwischen 25 und 50 Jahren in
acht Ländern aus Europa teilnahmen, dass die deutschen Frauen genauso aktiv
flirten wie die Männer.
Das sei mit 28 Prozent einzigartig in Europa. Die Frauen in Italien
lassen sich am liebsten noch von den Männern anflirten: 42 Prozent der
Single-Männer sind aktiv, nur 19 Prozent der Single-Frauen ergreifen die
Chance.
Quelle: www.netzeitung.de
Typisch Schweizer
- Kommunikative
Missverständnisse: „ich ha nes Puff daheime“ -> die Aussage hat nichts mit
Puff zu tun, sondern bedeutet: „Ich habe zu Hause eine Unordnung“
- Gesprächsthemen?
Sauna- Kultur
- Gelten zweifellos als ordentlich, sorgfältig,
pflichtbewusst, aber sie sind angeblich auch engstirnig. Sie sind aktiv, aber
innerhalb ihres Territoriums; sie kapseln sich ab, weil sie auf Ruhe bedacht
sind. Dank dieser Ruhe können sie an der Perfektionierung ihres eigenen
Haushalts arbeiten. laut Charles-Ferdinand Ramuz (1878-1947), bedeutendster Autor der
französisch- sprachigen Schweiz
Typisch Pole
- Wenn
Sie die Titel Ihrer Gesprächspartner nicht kennen, verwenden Sie am besten
generell die Sie-Form in Verbindung mit dem Vornamen. Die deutsche Art,
Personen mit "Frau Müller" oder "Herr Schröder" anzusprechen,
wird in Polen als eher kalt empfunden und kaum gebraucht
- In
Polen wird die Höflichkeit der alten Schule noch gepflegt. Also: Helfen
Sie Damen in den Mantel, bieten Sie ihnen den eigenen Sitzplatz an oder tragen
Sie ihre Einkaufstaschen. Und begrüßen Sie ihre weibliche Verabredung bitte mit
Handkuss - natürlich nur angedeutet. Niemals die Hand wirklich küssen, dann
kommen Sie aus dem Fettnapf gar nicht mehr wieder raus.
- Weibliche
Deutsche sollten im Kontakt mit Polen natürlich darauf eingestellt sein, den
Handkuss über sich ergehen zu lassen. Bitte niemals die Hand wegziehen, auch
das wäre ein Fettnapf, den Sie besser vermeiden sollten.
Typisch Grieche
- Die
Griechin: Wer einige Minuten mit einem Mädchen tanzt oder flirtet, sollte nach
Verwandten Griechen Ausschau halten: er kann es schnell mit ihrem Vater oder
den Brüdern zu tun bekommen, Dennoch: Die Griechen sind generell äußerst
gastfreundlich.
- Der
Grieche ist ein Meister des Flirtens, da muss die Frau gar nicht mehr viel „zu
tun“. Seine südländische Mentalität ist offen und direkt. Er flirtet mit allen
Mitteln der Kunst von intensiven Blicken, Komplimenten bis hin zu
überschwänglichen Handlungen: von Minnesang bis Kniefall.
- Griechen
sind in der Regel kontaktfreudiger als Deutsche und scheuen sich auch nicht,
Gesprächspartner unverblümt "auszufragen". Wer nicht unbedingt in
allen Punkten Rede und Antwort stehen möchte, darf den Spieß taktvoll umdrehen:
Griechen erzählen üblicherweise auch gerne über sich selbst oder ggf. noch
lieber über Dritte... .
- Politische
Diskussionen sind nicht unbedingt empfehlenswert, zumal Gesprächspartner oft
recht fanatisch ihre/ eine Meinung vertreten und für logische Argumentationen
kaum empfänglich sind. Außerdem tappen Außenstehende leicht in thematische
"Fettnäpfchen" und sehen sich dann schnell mit dem ausgeprägten
kollektiven Nationalstolz der Hellenen konfrontiert.
- Unterhaltungen
über das antike Griechenland, seine Errungenschaften und kulturellen Verdienste
usw. sind dagegen "ungefährlicher", zumal diesbezügliche Anerkennung
den meisten Griechen schmeichelt. In bezug auf konkrete Fakten geraten Griechen
allerdings nicht selten schnell auf Glatteis: viele Deutsche sind besser über
die Geschichte der Hellenen informiert als diese selbst, als auch
unterschiedliche Termini Verwirrung und Missverständnisse begünstigen.
Typisch Türkisch
- Eine
der größten Unarten in der Türkei ist es, sich am Tisch die Nase zu putzen. Es
kommt so ähnlich "rüber", als wenn Sie in einem deutschen Restaurant
rülpsen würden, oder in Amerika sich am Tisch mit einem Zahnstocher die Zähne
reinigen. In solchen Fällen steht man vom Tisch auf und putzt sich in
entsprechendem Abstand die Nase. Man steht auf und schnäuzt sich abseits der
Tafel, am besten auf dem WC. (auch in Japan, China, und vielen anderen
Nationen!!!)
- Als
Frau: Türkische Männer sind sehr direkt: Wenn Sie Ihre Ruhe vor der
"Anmache" der türkischen Männer haben wollen, dann reagieren Sie am
besten überhaupt nicht auf die Sprüche. Sonst werden Sie zu schnell in die
Schublade "leichte Beute" verfrachtet. Es kann schon sehr nervend
sein, so wird unbedachte Freundlichkeit einer deutschen Frau gegenüber Männern
schnell missverstanden.
- Bei
Orientalen begrüßen sich die Männer untereinander und die Frauen untereinander
häufig mit doppeltem Wangenkuss und mit einer gewissen Überschwänglichkeit.
Einen bloßen Händedruck empfinden sie als wenig herzlich und als distanziert.
- Geschlechterrollen
sind hier deutlicher zu erkennen und noch stark verwurzelt… Männer legen meist
ein starkes Macho- Gehabe an den Tag
- Übrigens
gilt für Männer: kurze Hosen sind für Kinder oder Unterhosen
- Das in Deutschland weit verbreitete OK-Zeichen (Ring aus Daumen
und Zeigefinger) sollte man in der Türkei besser nicht zeigen - es ist hier
eine ziemlich üble Beleidigung.
Typisch Spanier
-
In
Spanien hat die Familie einen hohen Stellenwert. Und sie reden auch gerne über
ihre große Verwandtschaft. Wenn man das Gespräch darauf lenkt dürfte es längere
Zeit nicht mehr abreißen
- Die
Kleidung ist für einen Spanier die „erste Visitenkarte“: Spanier kleiden sich
in der Regel eleganter als die Deutschen und beurteilen ihr Gegenüber auch gern
anhand der Kleidung
- Zurückhaltung
ist beim Thema Stierkampf angesagt! Ja nicht von den "armen Tieren"
sprechen! Auch Themen wie Terrorismus oder religiöse Riten können leicht in
Fettnäpfchen münden. Möglichst vermeiden!
- Man
sollte gegenüber Spaniern darauf achten, nicht zu angetrunken in der
aufzutreten. Obwohl Alkohol in Spanien oft angeboten wird, verlieren Betrunkene
in der Öffentlichkeit sofort an Ansehen.
Thailand
Vorsicht: In der Thailändischen Kultur gilt es für eine schwere Beleidigung mit
den eigenen Füßen höher zu sein als der Kopf einer anderen Person. Denn der
Kopf ist in der Thailändischen Vorstellung der sitz der Seele des
"khwam". Die Füße hingegen sind der Sitz des Bösen, sie gelten als
niedrigster und schmutzigster Teil. Wenn die Füße (das Böse) den Sitz der Seele
berühren, dann entflieht die Seele und kann nur mit aufwändigen und
entsprechend teuren Ritualen wieder gewonnen werden. Ok, das kann Ihnen auf dem
Oktoberfest nicht passieren? Da täuschen Sie sich nicht: So ist es schon
katastrophal wenn beim Sitzen mit übereinander geschlagenen Beinen die Füße auf
jemandem zeigen...]
Indien
- Kopfschütteln
heißt hier ja!!!
Wenn Sie Inder den Kopf schütteln
sehen, machen sie das in der Regel nicht langsam von links nach rechts, sondern
sie bewegen ihn sehr schnell und unorthodox hin und her. Auf keinen Fall
bedeutet das Kopfschütteln aber ein Nein, sondern eher Zustimmung oder auch nur
aufmerksames Zuhören.
- Wenn
die Nase läuft, greifen Sie als Mitteleuropäer ganz automatisch zum
Taschentuch. In Indien sollten Sie das besser nicht tun. Sich in Anwesenheit
von anderen die Nase zu putzen, ist dort nämlich geradezu verpönt. Als völlig
unmöglich gilt das Nase-Schnäuzen am Esstisch.
- Wenn
man sich mit Indern verabredet: Pünktlichkeit ist hier nicht Usus: Sie sind
gewohnt eine bis zwei Stunden später zu kommen
- Als
europäischer Mann sollten Sie einer indischen Frau, die Sie nicht kennen, zum
Gruß nicht einfach die Hand hinstrecken. Es ist möglich, dass Sie sie damit in
eine peinliche Lage bringen.
China
-
In China wird auf eine "ruhige" Körpersprache geachtet. Keine
ausfahrende Gestik!!! Das Plaudern nach dem Essen verlagern ihr besser in ein
Teehaus oder eine Bar.
- Fettnäpfchen: Blumen als Gastgeschenk sind unüblich, bis vor
kurzem wurden damit nur die Toten geehrt.
- In die
Augen starren. Im Westen gilt ein fester, bestimmter Blick in die Augen des Gegenübers als Ausdruck von Stärke oder aufmerksamem Zuhören. In China wird es
eher als unangenehm und aufdringlich empfunden, dem Gesprächspartner zu lange
oder zu bestimmt in die Augen zu gucke
- Händchen
haltende Chinesen sind nicht unbedingt schwul: Im Gegensatz zu Europa, wo dies
wohl eher als Zeichen für ein schwules männliches Paar gesehen würde, ist es in
China durchaus üblich, dass Männer Hand in Hand durch die Straßen laufen oder
sitzend — vielleicht während sie auf weitere Freunde warten — sich an der Hand
halten. Dies ist in China jedoch kein Zeichen für ein schwules Paar, sondern
drückt einfach sehr gute Freundschaft aus. Mit jedem Bekannten hält man also
auch nicht Händchen, es sollte sich schon um einen guten Freund handeln.
- Eine
besondere Bevorzugung von Frauen ist den Menschen in China übrigens auch fremd.
Wer als Europäer einer chinesischen Frau also die Tür aufhält oder ihr den
Vortritt lässt, wird wohl einen — positiv — überraschten Blick ernten.
Flirten
- Als
Mann: seien sie ein Gentleman: das sind chinesische Frauen in ihrer Kultur
nicht so gewohnt: Tür aufhalten, Tasche tragen…
- Vorsicht
bei intensiven Blicken in die Augen (siehe oben)
- Als
Frau: ein mit einem Mann händchenhaltender Chinese ist nicht gleich schwul und
damit tabu (siehe oben)
CD-Empfehlung zum Thema "Flirten"
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Kurzbeschreibung
"Huch, mein Auto fährt nicht mehr! Können Sie sich das mal ansehen?" "Na, Süße, kennen wir uns nicht irgendwoher?" Kommt Ihnen das nicht auch vor wie ein alter Hut? Also Schluss mit diesen miesen Anmachsprüchen. Aber Flirten ist gar nicht so leicht! Wie macht man's nur richtig? Hilft Hypnose? Oder Voodoo? In diesem Feature erfahren wir, wie Mann endlich seine Traumfrau und Frau ihren Traumprinzen finden kann. Garantiert alles über die besten Flirttypen, -sprüche, die wirksamste Körpersprache und sonstige Annäherungen ans Zielobjekt. Damit's dann auch beim ersten Date klappt!
Audio-CD, erschienen 2007
Preis: EUR 9.99
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